Dieser KI-Agent leitet ein Café: Was dabei schon schiefgegangen ist
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Dieser KI-Agent leitet ein Café: Was dabei schon schiefgegangen ist
Ein US-Startup hat einem KI-Agenten die Leitung eines Cafés übertragen – mit bisher überschaubarem Erfolg. Vor allem mit den Bestellungen hat die KI so ihre Probleme. Das erinnert an ähnliche Experimente, die spektakulär scheiterten.
Von
Jörn Brien
12.05.2026, 17:00 Uhr
•
2 Min.
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Das Stockholmer Andon Café wird von einem KI-Agenten geleitet. (Symboldbild: Mix and Match Studio/Shutterstock)
Das kalifornische Startup Andon Labs hat sich Experimenten verschrieben, bei denen es testet, inwieweit KI-Agenten schon in der Lage sind, selbstständig Unternehmen zu führen. Bisher scheiterten diese teils spektakulär.
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KI verschenkt PS5
So rief ein KI-System
, das eigentlich nur einen virtuellen Getränkeautomaten managen sollte, das FBI, nachdem ein per E-Mail ausgetragener Streit mit einer Lieferfirma eskaliert war. In einem anderen Fall verschenkte ein KI-betriebener Automat – entgegen den Anweisungen –
Spielkonsolen und bestellte lebendige Fische
.
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Nachdem Andon Labs im Frühjahr 2026 einen KI-Agenten ein Ladengeschäft in San Francisco eröffnen lassen hat – bei dem dieser
vergaß, menschliche Mitarbeiter:innen einzustellen
–, sorgt jetzt ein Café-Experiment in Schweden für Aufsehen. Das
Andon Café
in Stockholm wird von einem auf Googles Gemini basierenden KI-Agenten geleitet, wie AP News
berichtet
.
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KI-Agent managt Café
Hier hatte die KI zwar daran gedacht, sich via Linkedin und Indeed menschliche Hilfe zu besorgen, die etwa den Kaffee ausschenkt und die Snacks vorbereitet. Auch Verträge für den Stromanschluss und die Internetverbindung schloss der KI-Agent eigenständig ab und besorgte sich die Erlaubnis für den Betrieb des Cafés und die Außengastronomie.
Spätestens bei den Bestellungen für das Café zeigten sich dann aber Schwächen. Denn laut AP News besorgte die KI etwa 6.000 Servietten, vier Erste-Hilfe-Sets und 3.000 Gummihandschuhe. Dabei ist das Café ziemlich klein. Auch Dosentomaten standen auf dem Bestellzettel. Diese werden aber für keines der angebotenen Gerichte verwendet.
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Probleme bei Bestellungen
Zu Problemen kommt es zudem regelmäßig bei den Brotbestellungen. Hier ordert die KI an manchen Tagen viel zu viel und an anderen Tagen zu wenig. Im letzteren Fall sind die menschlichen Mitarbeiter:innen dann gezwungen, einige Sandwiches von der Karte zu streichen.
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Quelle: Agility Robotics
Laut Hanna Petersson, Mitarbeiter:in in der Tech-Abteilung bei Andon Labs, liegt das an dem begrenzten sogenannten Kontextfenster, also der maximalen Menge an Informationen, die gleichzeitig verarbeitet werden kann. Verschwänden alte Bestellungen aus diesem für die KI wichtigen Bereich, vergäße der KI-Agent, was er in der Vergangenheit bestellt habe.
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Budget schon fast ausgereizt
Ob der KI-Agent auf diese Weise das ihm gestellte Ziel, das Café profitabel zu betreiben, erreichen kann, ist unklar. Aktuell hat das Café seit der Öffnung Mitte April 2026 zwar schon über 5.700 US-Dollar Umsatz gemacht. Allerdings sind von dem ursprünglichen Budget von gut 21.000 Dollar auch nur noch weniger als 5.000 Dollar übrig.
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