KI-Report: Führungskräfte schätzen menschliche Mitarbeiter weniger wert
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KI-Report: Führungskräfte schätzen menschliche Mitarbeiter weniger wert
Laut einer Umfrage geben 82 Prozent der befragten Führungskräfte an, dass KI den Wert, den sie menschlichen Mitarbeiter:innen beimessen, gesenkt habe. Zugleich überlegt eine große Mehrheit, ihr KI-Budget 2026 möglicherweise zu kürzen.
Von
Jörn Brien
13.05.2026, 12:30 Uhr
•
2 Min.
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KI in Unternehmen: Menschen weniger wertgeschätzt? (Foto: Shutterstock/Wanan Wanan)
KI-Tools sind in den meisten Unternehmen zwar angekommen. In vielen Fällen zeigt sich aber noch kein spürbarer Effizienzgewinn. So berichteten 90 Prozent der im Rahmen
einer US-Studie befragten Unternehmen
, dass KI in den vergangenen drei Jahren keinen messbaren Einfluss auf Beschäftigung oder Produktivität hatte.
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KI-Budgets wackeln
Kein Wunder also, dass mittlerweile fast 70 Prozent der Führungskräfte bereit sind, ihre KI-Budgets zu senken, wenn die gestellten Ziele 2026 nicht erreicht werden. Das hat der aktuelle AI-at-Work-Report des Beratungsunternehmens G-P
ergeben
. Demnach sind 73 Prozent der Befragten der Meinung, dass zumindest einige ihrer KI-Investitionen in den vergangenen zwölf Monaten ihren Erwartungen nicht entsprochen hätten.
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Die G-P-Umfrage legt aber noch einen weiteren spannenden Effekt der laufenden KI-Transformation in Unternehmen offen – nämlich jenen auf das Verhältnis zwischen Führungskräften und ihren Mitarbeiter:innen. Denn 82 Prozent der Befragten geben an, dass KI den Wert, den sie menschlichen Mitarbeiter:innen beimessen, gesenkt hat.
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Produktivität nur vorgetäuscht?
In dieses Themenfeld fällt auch eine weitere Frage, nämlich die nach der Art der KI-Nutzung durch die Mitarbeiter:innen. Denn laut AI-at-Work-Report befürchten 88 Prozent der befragten Führungskräfte, dass Mitarbeiter:innen KI nutzen, um Produktivität vorzutäuschen.
Das Ganze diene dann nur dazu, beschäftigt zu erscheinen und die KI-Nutzungsvorgaben zu erfüllen, ohne aber damit tatsächlich produktiv zu sein. Mit 47 Prozent fast die Hälfte der Befragten äußerte sich sogar „sehr oder extrem besorgt“ darüber, dass dies aktuell schon passiere.
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KI-Betreuung frisst Effizienzgewinne
Zugleich geben 69 Prozent der Führungskräfte laut der Umfrage an, dass Mitarbeiter:innen immer mehr Zeit aufwenden würden, um KI-Tools zu überwachen, zu bewerten oder deren Ergebnisse zu überarbeiten. Laut G-P deute das darauf hin, dass dadurch die versprochenen Effizienzgewinne wieder zunichtegemacht würden.
Ein Umstand, der an „
Solows Produktivitätsparadoxon
“ erinnert. 1987 hatte der Ökonom und Nobelpreisträger Robert Solow
darin die Beobachtung formuliert
, dass der nach der Einführung moderner Computertechnik in den 1960er-Jahren erwartete Produktivitätsschub zunächst weitgehend ausgeblieben war.
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Quelle:
Die Produktivitätsgewinne der in den 1970er- und 80er-Jahren getätigten Investitionen wurden aber spätestens in den 1990ern und frühen 2000ern spürbar. Entsprechende, etwas verspätete positive Auswirkungen erwarten viele Expert:innen auch für die KI-Transformation.
KI mit Expertise und Disziplin kombinieren
„Die Zukunft gehört den Unternehmen, die KI mit der richtigen Expertise, Governance und operativer Disziplin kombinieren, um Chancen in konkrete Geschäftsergebnisse umzusetzen“, erklärt etwa Chefanalyst Pete A. Tiliakos von G-P. Für den
AI-at-Work-Report 2026
hat G-P insgesamt 2.850 Führungskräfte auf sechs großen Märkten, darunter USA, Frankreich und Deutschland befragt.
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