Sam Altmans persönliche Investments geraten vor OpenAI-Börsengang unter politischen Druck
Sam Altmans persönliche Investments geraten vor OpenAI-Börsengang unter politischen Druck
Maximilian Schreiner
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12. Mai 2026
OpenAI (Screenshot bei YouTube)
Kurz & Knapp
Das US-Repräsentantenhaus untersucht mögliche Interessenkonflikte bei OpenAI-CEO Sam Altman und fordert bis zum 22. Mai eine Anhörung sowie interne Audit-Dokumente.
Sechs US-Generalstaatsanwälte fordern zudem eine SEC-Prüfung, da Altman laut Medienberichten OpenAI zu Investitionen in eigene Beteiligungen wie Helion gedrängt haben soll, um deren Wert zu steigern.
Sie befürchten, Altmans Eigengeschäfte könnten nach einem möglichen Börsengang Anleger gefährden.
Sam Altmans persönliche Investitionen geraten vor dem geplanten Börsengang von OpenAI unter politischen Druck.
Das House Oversight Committee unter dem republikanischen Vorsitzenden James Comer untersucht, ob Kapital aus gemeinnützigen Organisationen in Startups und gewinnorientierte Firmen fließt, um deren Bewertungen künstlich aufzublähen. Die Ergebnisse sollen in mögliche Gesetzesinitiativen zu Interessenkonflikten und Audit-Praktiken einfließen. Das betrifft auch OpenAI: Comer fordert von CEO Altman bis zum 22. Mai eine Anhörung sowie alle Unterlagen zum Audit-Komitee, das nach Altmans kurzzeitiger Absetzung 2023 eingerichtet wurde, um mögliche Interessenkonflikte zu prüfen.
Sechs Generalstaatsanwälte fordern SEC-Prüfung
Zusätzlich verlangen sechs republikanische Generalstaatsanwälte aus Florida, Montana, Nebraska, Iowa, West Virginia und Louisiana von der SEC eine Prüfung. Laut dem Wall Street Journal soll Altman OpenAI dazu gebracht haben, in Firmen zu investieren, an denen er selbst beteiligt ist, etwa die Fusionsfirma Helion. So könne er den Wert seiner eigenen Beteiligungen steigern, auch wenn das nicht immer im Interesse von OpenAI liege.
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Die Generalstaatsanwälte warnen, solche Eigengeschäfte könnten nach dem Börsengang staatliche Pensionsfonds und Privatanleger gefährden. Ihr Argument: Da OpenAI wegen seiner hohen Bewertung von aktuell rund 850 Milliarden Dollar schnell in große Aktienindizes und ETFs aufgenommen würde, wären Pensionsfonds und Kleinanleger automatisch investiert und würden Verluste tragen, falls Altmans Eigengeschäfte dem Unternehmen schaden.
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OpenAI-Verwaltungsratschef Bret Taylor verteidigte Altman vor Gericht als "transparent" und betonte, Altman habe sich aus den Helion-Gesprächen zurückgezogen. Parallel läuft
Elon Musks Klage gegen OpenAI
wegen der Umwandlung vom gemeinnützigen zum gewinnorientierten Unternehmen.
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Quelle:
Brief an Altman
|
WSJ
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